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664 km, 9 3/4 h, Song of the Day: Getaway – The Music
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Der Tag startet mit einer Panne. Der Citroen Berlingo des Team „Flamingo“ hat gestern noch mit Kuchen, Luftballons und Glueckwuenschen seinen 20. Geburtstag gefeiert. Heute Morgen schaut er etwas verkatert aus und haengt auf der Hinterachse stark durch. Die Federung hat aufgeben, vor Ort laesst sich das Problem leider nicht beheben. Da noch nicht abzusehen ist, wann und ob die Flamingos wieder fliegen, zieht einer – Carla – um und reist nun mit mir.
Direkt an der ersten Tankstelle treffe ich die etwas elegantere junge Schwester von Rocinante. Haben die beiden auch sehr verschiedene Wege eingeschlagen, vertragen sie sich immer noch.


Mit allen relevanten Fluessigkeiten befuellt – namentlich Kaffee und Diesel – geht es weiter zur ersten Road Mision des Tages. Es gilt einen Gedenkstein des ‚Magnetic Hill‘ zu finden. Zu Zeiten des zweiten Weltkriegs verlief hier oben eine Versorgungsstrasse ueber die Huegel. Da sich die damaligen Fahrzeuge schwer mit den Steigungen taten, entstand die Legende, dass der Berg magnetisch sei.
Den groben Bereich haben wir bereits gefunden und erspaehen in der Ferne auch einen entsprechenden Huegel. Uns kommen einige Teams entgegen. Wir vermuten, dass Meldungen um die spaerliche Tankstellendichte so manchen verunsichert hat, und lieber eine Detour zum volltanken in Kauf nimmt, statt liegenzubleiben.
Auf dem Huegel angekommen, kommen wir zu einer anderen Erklaerung: wir sind auf dem falschen Huegel. Hier gibt es aber zumindest einen Aussichtspunkt, welcher auf den Richtigen verweisst. An der Strassenqualitaet hat sich seit damals kaum etwas geaendert.



Erstes Tagesziel erreicht!
Ab hier wird es nun leider recht eintoenig. Die Strassen verlaufen schnurgerade und sind beidseitig mit dichtem Wald beflankt. Hinter mehreren Reihen Baum lugt ab und an ein See hervor, huebsche Aussichten sind rar.


Gegen fruehen Nachmittag erreichen wir nach einer Woche wieder den Polarkreis. Nebst jenem aber vor allem „Santas Village“.
Zum kleinen Teil Vergnuegungspark – wenn auch aktuell im Sommer viele der Attraktionen geschlossen haben – aber primaer eine der groessten Touristenfallen die ich kenne. Unzaehlige Giftshops und ein nett gestaltetes „Santas Office“. Hier kann man sich fuer nur guenstiege 55 EUR das Bild mit Santa Claus ablichten lassen.




Das sparen wir uns dann doch. Weiter geht es in Richtung Oulu. Zwischendurch geht es einen Abschnitt auf Schotterstrassen weiter, da wir hier die Hauptverbindungsstrasse zur Autobahn ausgebaut ist. Rosi erfaehrt heute ihre wahre Rallye-Taufe.




Bei den Ortsnamen kommt die Vermutung auf, dass das Scrabble-Buchstabensaeckchen wohl aus Finnland kommt, hier allerdings genutzt wurde, um die Siedlungen zu benennen.

In Oulu angekommen steht die zweite Tageschallenge an: Es den Finnen nachmachen und einer der zahlreichen Karaoke-Bars singen. Geht nicht – ich muss noch fahren. Maren und Klas wiederrum sind sich nicht zu schade und liefern!
Danach gibt es noch eine Staerkung der local cusine, dann geht es weiter Richtung Helsinki. Die Strassen fangen an einen zu zermuerben, wir wollen die endlos lang(weilig)en Strassen hinter uns lassen.


Kurz nach Mitter“nacht“ – die Wetter-App behauptet zwar es gaebe nun wieder einen Sonnenuntergang, dunkel wird es allerdings immer noch nicht wirklich – stossen wir zu diversen anderen Teams zum Nachtlager an einem See. Wunderschoener Blick, Millionen von Muecken.
Da der Grossteil bereits schlaeft und ich bei der morgendlichen Pannenhilfe das Bett zurueckgebaut habe, verbringe ich die Nacht auf dem Beifahrersitz.




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