8. Stage: >>> Nordkapp!

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487 km, 9h, Song of the Day: Cari Cari – Summer Sun

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Ich werde geweckt von Hupen. Maren und Klas sind bereits wach, Teams, die wir gestern „Nacht“ ueberholt haben fahren vorbei und gruessen – ein etwas anderer Wecker.

Die Dusche an unserem Platz hier ist sogar kostenlos, auch wenn ich immer noch ein 20 Kronen Stueck mit mit herumtrage. Nach einem kleinen Fruehstueck geht es los, heute mal nicht als Schlusslichter.



Schon bald aendert sich die Landschaft (mal wieder) komplett. Nach einem kurzen Stueck am Fjord entlang schrauben wir uns auf 400 hm.
Hier oben bedeutet das: ueberhalb der Baumgrenze und Schnee. Hier oben ist die erste Tageschallenge zu erfuellen: Die Infotafel ueber das Skorpa-Gefangenlager finden. Steht auf dem Pass auf einer der vielen Aussichtspunkte. Wir fahren vermutlich jeden an, werden dann aber fuendig.

Das Panorama ist grossartig, und wir winken Teams aus beiden Richtungen kommend heran.


Den Parkplatz gefuellt mit Mitreisenden, verweilen wir hier doch unerwartet lange. Es werden Eindruecke ausgetauscht, frische Anekdoten erzaehlt und die Aussicht genossen. Verlaesst eine Gruppe den Platz, kommt meist schon Nachschub.

Als wir dann wieder starten wollen, rollt eine 6-Fahrzeug-Kolonne auf den Platz. Same procedure as last time ? … yeah, sure!
Irgendwann kommen wir dann aber wirklich (wirklich!) los. Ich finde noch ein tolles kleines Andenken im Auto – irgendjemand verteilt her heimlich Polaroids.

Die Karavane setzt sich also in Bewegung weiter Richtung Norden und wir fahren ein gutes Stueck zusammen bis einige Teammitglieder das Beduerfnis nach mehr respektive weniger Fluessigkeiten haben.



An der Tankstelle stehen noch zwei weitere Fahrzeuge – eins mit offener Haube; gehoert nicht zur Rallye, geholfen wird logischweise trotzdem, und wenn es nur das aushelfen mit ordentlichem Werkzeug ist.
Aus immer noch unbekannten Gruenden haben die Beiden einen Globus dabei. Trifft sich perfekt fuer die zweite Challenge des Tages: ein Bild mit einem Globus. Hier war vermutlich die Skulptur am Nordkapp gemeint, aber das Bild hat ja dann wirklich jeder.


Weiter geht’s. Die Rentierdichte nimmt langsam zu. Noerdlich von Alta verlassen wir dann das gewohnte Bild von Seen und Fjorden und landen inmitten einer kargen Eiswueste. Surreale Landschaften.



Beim letzten Kaffeestop vorm Nordkapp treffen wir auf einen Radwanderer. Er faehrt eine sehr aehnliche Route wie wir. Ist nur halt schon Anfang April los und hofft, im September wieder anzukommen. Godspeed and all the best!

Endspurt. Wir verlassen die E6 und biegen auf die E69 – die letzte Abzweigung vorm Nordkapp.


Die Landschaft wir karger, die Rentiere mehr. Ein letzter langer Tunnel. Fuer die Verbindung zum hohen Norden, wurde hier ein knapp 7 Kilometer langer Tunnel bis zu 200 m tief unter den Fjord geschlagen.



Das Ziel ist zum Greifen nah! Ich bin ein richtig harter Kerl und auf den letzten Kilometern fliegt mir nur 3x was ins Auge.




Dann endlich angekommen! Lands End.
Oben sind bereits einige andere Teams. Wir beglueckwuenschen uns gegenseitig, mir fliegt nochmal was ins Auge, dann wir es Zeit fuer die Siegerfotos. Eigentlich ist gerade erst Halbzeit, wir fuehlen uns aber alle wie Gewinner.



Nachtlager ist ein kleiner Campingplatz nur unweit des Nordkapp. Der Rezeptionist ist zuerst nicht sehr begeistert von den groesstenteils unangekuendigten Besuchern. „The Bathroom might collapse“. Seine Bedenken gelten der Warmwasserversorgung. Wir versichern ihm, dass wir uns fuer die Duschen abstimmen.
Man kommt doch noch ein wenig ins Gespraech und er empfiehlt uns, unbedingt zur Mitternachtssonne auf den Huegel anbei zu steigen. Da sei ein Weg und es seien nur so 20 Minuten… am Ende sei es dann allerdings kurz ein wenig steiler.

Ich bin ueberzeugt, und Simon von den „Inglorious Bartstars“ auch. Wir stecken uns den Whisky ein und beginnen den Aufstieg.
Nach kurzer Zeit kommen diverse Fragen auf:

  • Weg ?
  • nur 20 Minuten ???
  • ein wenig steil ?

Entweder in Norwegen hat das alles eine deutlich andere Bedeutung, oder wir haben irgendwas grundlegend falsch verstanden.

Wir kaempfen uns teils auf allen vieren Geroellfelder hinauf. Oben angekommen ( nach deutlich mehr als 20 min ) bietet sich ein grandioser Ausblick, und wir bleiben eine ganze Weile. Man wird ruehr- und redselig – liegt vermutlich an der duennen Luft hier oben.

Auf jeden Fall ein grossartiger Abschluss eines unglaublichen Tages. Als wir irgendwann wieder am Camp ankommen sind alle bereits seit geraumer Zeit in den Zelten verschwunden. Morgen wird’s dann also wieder Richtung Sueden gehen…



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