3. Stage: via Geiranger > Molde

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494 km, 9 3/4 h, Song of the Day: Goin‘ over the Hill – Dead Man
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Disclaimer: ihr erinnert euch an die Venedig-Bilderflut? Das faengt jetzt wieder an… und wird wohl nicht besser…


Gestern Abend wurde das Camp dann doch noch recht voll, am Ende sind wir sieben Teams, die gemeinsam am Mjosa-See uebernachten. So richtig dunkel wird’s inzwischen kaum noch.

Am Lagerfeuer schmieden wir den Plan, die Tour ueber den Geiranger-Fjord nach Molde im Konvoi zu fahren.

Erstmal Nummern tauschen, damit man sich wiederfindet

… und die Route planen

Wir starten und schrauben uns auf kleinen Strassen immer weiter Richtung Norden Richtung Lillehammer. Bald danach startet die erste Tageschallenge: Norwegian Carpool: Tausche ein Teammitglied mit einem anderen Team. Startpunkt ist ein Parkplatz, auf welchem sich schon einige andere Teams sammeln. Hier haben finden wir die erste Panne des Tages: ein Porsche ist gestrandet. Der Fliegende Teppich – nun auch bekannt als „die gruenen Engel“ – besteht gluecklicherweise zu 66% aus eingefleischten Schraubern und wir koennen die zickende Benzinpumpe wieder zum arbeiten ueberreden.


Weiter zur Challenge: Da es mir an Teammitgliedern mangelt, geb ich mein Auto weiter und werde Beifahrer bei Team #25. 12 km spaeter wir an der Kirche in Ringebu zurueckgetauscht.

Hier an der Kirche stoesst auch wieder Marco zu uns. Fast waere er in Oslo gestrandet, kam dann aber doch noch zwischen diversem Gepaeck in einem 190er unter. Wir tauschen ein wenig weiter Mitfahrer, mit der Navigation wird sich abgewechselt.

Nach einem kurzen Halt in Heidal und weiterer Pannenhilfe an einem Polo mit zickender Lichmaschine ist das naechste Ziel Lom. Hier sind dann auch erste ‚Reparaturen‘ am eigenen Fahrzeug noetig: Dass ich den Werkzeugkoffer mit auf das Dach verfrachtet habe, quittiert der hintere Traeger mit Biegung. Die Schrauben zum Fixieren des Dachtraegers fangen so langsam an, sich in mein Dach zu arbeiten. Der grosse Meinungsverstaerker bringt hier wieder mehr Stabilitaet und mehr Abstand der Schraubenenden zum Dach.

Ab hier fuehrt uns die Strecke zum Geirangerfjord immer weiter nach oben in die Berge. Bald ueber der Schneegrenze gibt’s ein grossartiges Panorama. So sehr ich die Alpen auch mag … hier verlieren sie.

Das aktuelle Leitfahrzeug wird vermutlich vom Ausblick etwas abgelenkt und wir verpassen fast unsere Abfahrt… oder besser gesagt: Das Leitfahrzeug verpasst die Abfahrt, waehrend der Rest sich auf die Sperrflaechen der Abbiegung retten und warten. Als Fotomotiv taugt unsere kleine Strassensperre auf jeden Fall sehr gut.

Nach einer Schneeballschlacht auf >1000hm sind wir dann auch bald ‚uebern Berg‘ und schrauben uns hinunter ins Tal Richtung Geiranger.

Noch einmal hoch auf ~500hm, dann wird es wieder Flacher. In Eidsal setzen wir mit der Faehre ueber. Wieder an Land sollte es eigentlich nach rechts die Trollstingen Passstrasse entlang gehen, vorbei an der 1100m hohen Trollwand (Trollveggen). Leider ist hier wegen Steinschlaggefahr gesperrt und wird erst am 14.07 wieder geoeffnet. So lang koennen wir nicht warten – leider – also links abbiegen und parallel der Hurtigruten weiter Richtung Norden. Ein Verbesserungvorschlag an Norwegen: Fenster in die Tunnel bauen, sonst sieht man von der genialen Landschaft zu wenig.

Halb zehn erreichen wir die Faehre nach Molde und setzen ueber. Dann noch ein Stueck weiter nach Norden zum heutigen Nachlager. Gegen 11 ist Feierabend fuer heute. Die angekuendigten Nordlichter sehen wir leider nicht. Zum einen zieht es wieder zu, zum anderen ist es einfach zu hell. Es ist inzwischen 01:34 und an grauen Regentagen ist es teils dunkler. Reicht dann auch – Nachti Nachti und bis morgen; dann steht der Atlantic Highway auf dem Weg Richtung Lofoten auf dem Plan.

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